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Hausstaub(milben)allergie

Ein Thema, das weit in medizinische Belange hinein reicht. Aber nicht nur – wir wollen im folgenden Text die medizinischen Aspekte weitgehend ausschließen. Bitte sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Arzt, wenn Sie das Gefühl haben, eines Ihrer Familienmitglieder leidet (zu) sehr unter Hausstaub…

 

  Sie niesen häufig? Ihnen läuft die Nase schon morgens im Bett oder ist verstopft? Vor allem im Winter, wenn tüchtig geheizt wird,? Ihre Augen brennen, manchmal müssen Sie regelrecht nach Luft schnappen? Draußen im Freien fühlen Sie sich dagegen besser, sogar im Frühling, wenn es den vielen „Heuschnupflern“ ähnlich geht wie Ihnen das ganze Jahr lang?

Dann gehören Sie evtl. zu den Menschen, die auf Hausstaub allergisch reagieren. Das ist kein leichtes Los, denn Hausstaub befindet sich fast überall im Haus. Hausstaub ist ein „unappetitliches“ Gemisch aus Textilfasern, Holzpartikeln, getrockneten Nahrungsmittelresten, Haaren, Hautschuppen, Pilzsporen, Bakterien und Hausstaubmilben mit ihrem getrockneten Kot – er ist im Haushalt unvermeidlich!

Meistens ist es aber nicht der „normale“ Staub, den man trotz aller Putz- und Wischbemühungen schon mal auf einem Regal sieht oder unter dem Bett, sondern der getrocknete Kot der sog. Hausstaubmilbe für die sog. Hausstauballergie verantwortlich.

Diese Milben (das sind entfernte Verwandte der Spinnen) vermehren sich in feuchtwarmer Umgebung am besten. Sie befinden sich daher v.a. in Matratzen und im Bettzeug, aber auch in deren „Verwandten“, in Polstermöbeln, Teppichen, Teppichböden, Vorhängen usw.

Hausstaubmilben sind winzige, nur ca. 0,1–0,5 Millimeter große, mit dem bloßen Auge – Gott sei Dank! – nicht sichtbare Spinnentiere. Sie ernähren sich überwiegend von abgeschilferten Hautschuppen und Nahrungsresten. Daher kommen sie überall dort vor, wo Menschen oder Tiere leben. Ein Mensch kann über 1 Mill. Milben ernähren…

Die gefährlichen – weil allergieauslösenden – Stoffe befinden sich im Milbenkot, der getrocknet und pulverisiert zusammen mit dem übrigen Hausstaub eingeatmet wird oder auf die Augenbindehaut gerät.

Die Hausstaubmilben fühlen sich in Umgebung der selben Umgebung wohl wie Menschen: Bei Temperaturen zwischen 20° und 30° C und einer Luftfeuchtigkeit von 65%–80%! Unter diesen Bedingungen vermehren sie sich am besten. Für das Gedeihen der Milben ist die Luftfeuchtigkeit wichtiger als die Temperatur.

Optimale Lebensbedingungen finden die Milben also am ehesten in menschlichen Betten und an den Schlafplätzen von Haustieren. Sie halten sich daher „gern“ in Matratzen und Bettzeug, aber auch in Polstermöbeln, Teppichen, Teppichböden, Vorhängen und anderen textilen Einrichtungsgegenständen auf. Auch Kuscheltiere, die ja oft in Kinderbetten übernachten, sind beliebte Milbennistplätze.

Hausstaubmilben, die wichtigsten Allergieauslöser in Innenräumen, sind praktisch in allen Wohnungen zu finden und ganz eindeutig kein Zeichen für Unsauberkeit.

Hausstaubmilbenallergiker werden versuchen, Hausmilben aus ihrer häuslichen Umgebung so gut wie möglich zu entfernen.

Bevor Sie gegen die Hausstaubmilben vorgehen sollten Sie sicher feststellen, ob die Beschwerden tatsächlich durch Hausstauballergene verursacht werden. Weitere mögliche Ursachen für einen allergischen Dauerschnupfen durch Allergene im Haus können z.B. Schimmelpilzsporen und Tierhaare mit an ihnen haftenden Partikeln (Speichel, Urin des Tieres) sein.

Sprechen Sie über die möglichen Tests am besten mit Ihrem Hausarzt. Wenn sich herausstellt, dass ein Familienmitglied gegen Hausstaubmilben allergisch reagiert, ist es an der Zeit aktiv zu werden. So sollten die Hausmilben aus ihrer häuslichen Umgebung entfernt werden. Darüber hinaus bietet die sog. Hyposensibilisierung eine Chance, gegenüber Hausstaubmilben unempfindlich zu werden – aber auch darüber sollten Sie ggf. mit Ihrem Hausarzt sprechen. Eine Hausstaubmilbenallergie zeigt sich oft schon bei Kleinkindern. Da Kinder ab dem zweiten Lebensjahr bis ins frühe Schulalter häufig an Atemwegsinfekten leiden, wird die (zusätzliche) Hausstaubmilbenallergie von den Eltern oft nicht sofort wahrgenommen.

In der letzten Zeit ist die Diskussion neu in Gang gekommen, wie ausführlich (und damit auch kostenintensiv) Hausstaubmilbenallergiker ihr Wohnumfeld tatsächlich umkrempeln müssen.
Die folgenden Tipps verursachen zum Teil nur relativ wenige oder gar keine und zum Teil doch beträchtliche Kosten.
Wiederum gilt: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Allergologen über das notwendige Ausmaß der Milbenvermeidung.

Ihr Ziel: Die staubfreie Wohnung

  • Halten Sie Ihre Wohnung so staubfrei wie möglich. Das bedeutet vor allem, die „Staubfänger“ – Bettvorleger, Teppiche, Teppichböden, dicke Vorhänge, Polstermöbel – aus der Wohnung zu entfernen. Tauschen Sie die Textilpolstermöbel durch Ledermöbel aus, den Teppichboden durch Parkett und die Samtvorhänge durch Plastikjalousien. Dieser Vorschlag ist zugegebenermaßen kostenintensiv. Es ist jedoch schon viel gewonnen wenn Sie Ihr Schlafzimmer nach diesen Vorschlägen „staub- und milbenfeindlich“ einrichten.
  • Staubwischen und Staubsaugen sind häufig angesagt. Wenn Sie eine Hausstaubmilbenallergie haben, sollten Sie sich aber lieber für andere Hausarbeiten (z.B. Geschirrspülen, Einkaufen) einteilen lassen. Zum Staubsaugen empfiehlt sich ein moderner Staubsauger mit Mikrofilter, damit der allergieauslösende Staub nicht durch das Sauggebläse wieder verteilt wird. Wenn Sie selbst Staub wischen, dann nur mit einem feuchten Tuch.
  • Man kann den Milbenbefall bzw. die Existenz des Milbenallergens im Hausstaub übrigens mit einem Testset nachweisen.

Schlafzimmer, Raumklima

  • Häufiges Lüften der Wohnung ist in jedem Fall günstig. Hausstaubmilben mögen keine Kälte. Bei kühlem Wetter bewirkt schon das normale Lüften, daß viele Milben absterben. Fenster, die zu dicht schließen, sind dabei ungünstig, da die Luft im Raum stehenbleibt.
  • Das Schlafzimmer sollten Sie nicht zu sehr heizen (Raumtemperatur unter 19° C). Damit die Luftfeuchtigkeit 50% nicht überschreitet, sollten Sie keine Luftbefeuchter verwenden. Ein Thermometer und ein Hygrometer sind nützlich zur Kontrolle.
  • Kämmen oder entkleiden Sie sich nicht im Schlafzimmer, um die Menge der dort anfallenden Hautschuppen möglichst gering zu halten. Gehen Sie nicht direkt nach dem Baden ins Bett.
  • Lassen Sie Haustiere nicht ins Schlafzimmer.

Bettzeug

  • Neue milbenfreie Matratzen sollten Sie mit einer geschlossenen, für Milben und Milbenallergene undurchdringlichen Abdeckung umgeben. Die Porengröße des Abdeckungsstoffes ist für die Allergenfreiheit entscheidend. Der Stoff sollte wasserdampfdurchlässig („atmungsaktiv“) sein. Entsprechende, speziell für diesen Zweck hergestellte Überzüge können über Apotheken bezogen werden. Die Kosten hierfür werden zum Teil von den Krankenkassen übernommen.
  • Hängen Sie das Bettzeug in die trockene, kalte Winterluft. Dies ist eine der wirksamsten Maßnahmen gegen die Milben. Vor dem Hereinholen die Bettwäsche kräftig schütteln – und Sie sind einen Teil der Plagegeister los.
  • Die Milben zu reduzieren, gelingt auch, wenn man die Bettwäsche häufig (wöchentlich) wechselt und bei 60° C wäscht. Waschen Sie auch die Schlafzimmervorhänge regelmäßig oder entfernen Sie sie ganz. Wenn Sie Textilien, die nur bei 30–40° C gewaschen werden dürfen, im Wäschetrockner 2 Stunden bei 60–80° C trocknen, beseitigt auch dies die Milben.
  • Milben in Plüschtieren wird man weitgehend los, indem man sie einen Tag lang in der Kühltruhe lagert oder sie regelmäßig wäscht.

Im Urlaub, unterwegs

  • Fragen Sie, bevor Sie ein Hotelzimmer buchen, wie es darin aussieht.
  • In Höhenlagen über 1200 Meter kommen keine Hausstaubmilben vor. Vielleicht ein Tip für den nächsten Urlaub?

Fazit:

Die von uns beschriebenen Massnahmen führen zu einer deutlichen Reduzierung der Vermehrung, lassen sich jedoch nicht immer alle, in dieser Form auch realisieren. Daher sollte man sowohl bei Matratzen, als auch bei Postermöbeln, schon aus hygienischen Gründen, zumindest jährich, vom Fachmann, eine Grundreinigung vornehmen lassen.

Dies schafft nicht nur Sauberkeit, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Gegenstände und bringt nicht selten ein neues, frisches Aussehen.

Für Informationen, Kostenvoranschläge und auch Terminabsprache, kontaktieren Sie bitte die Sonderreinigunsabteilung der HaushaltsFee. Die Kontaktinfo finden sie auf der Hompage.

2 Kommentare

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